Wie Sie das richtige Kraftwerk auswählen
Wir bezeichnen Stromerzeuger als so genannte weiche Stromquellen. Für ihren effizienten Einsatz müssen daher ihre Konstruktion, Leistungsparameter und Betriebsbedingungen berücksichtigt werden. Die Leistung eines Stromgenerators wird beispielsweise bei einer Temperatur von 25 °C und einer Höhe von 100 m über dem Meeresspiegel angegeben. Beim Einsatz eines Stromgenerators in einer Höhe von 700 m über dem Meeresspiegel sinkt die Leistung des Stromgenerators um etwa 7 %. Vor dem Kauf eines Stromaggregats sollte man sich daher überlegen, wofür es verwendet werden soll, in welcher Umgebung und welche Geräte man an das Aggregat anschließen möchte.
GRUNDLEGENDE AUFSCHLÜSSELUNG DER GERÄTE:
Widerstandsfähige Elektrogeräte: Glühbirnen, Leuchtstofflampen, Wasserkocher, Haartrockner usw. Diese Art von Geräten stellt für die Kraftwerke kein Problem dar. Es genügt daher, die auf dem Etikett des Geräts angegebene Leistung in Watt (W) oder Ampere (A) mit dem Faktor 1 - 1,5 zu multiplizieren, was eine ausreichende Leistungsreserve darstellt.
Maschinen mit Elektromotor: gängige handgeführte Elektrowerkzeuge (Bohrmaschinen, Winkelschleifer, Oberfräsen, Kettensägen). In den Wicklungen der Elektromotoren dieser Geräte treten kurzzeitige Verluste auf. Daher muss bei der Dimensionierung des Netzteils die Leistungsaufnahme des Geräts mit dem Faktor 2-2,5 multipliziert werden. Für eine 600-W-Bohrmaschine ist es daher ratsam, ein Aggregat mit einer Ausgangsleistung von etwa 1500 W zu verwenden.
Maschinen mit "hartem Start " - Kompressoren, Pumpen, Kühlschränke, Waschmaschinen, Warmwasserbereiter, Schweißinverter. Diese Maschinen stellen das größte Problem für die Kraftwerke dar, und die Kunden machen beim Einschalten dieser Maschinen am häufigsten Fehler. Der häufigste Fehler ist die unzureichende Leistungsreserve des Netzteils für die Leistungsaufnahme des angeschlossenen Geräts. Diese Geräte werden beim Einschalten mit einem so genannten "Einschaltstrom" voll belastet, der ein Mehrfaches des Nennstroms betragen kann. Bei der Auswahl eines Leistungsteils für diese Geräte muss daher ein Multiplikationsfaktor von 3,5 - 5 verwendet werden.
Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Ausstattung des Stromerzeugers mit einer automatischen Spannungsregelung (AVR). Wenn Sie die Stromversorgung für Geräte mit empfindlicher Elektronik (z. B. Computer, empfindliche medizinische und Messinstrumente, Werkzeuge mit elektronischer Eingangsspannungsregelung usw.) verwenden wollen, müssen Sie eine Stromversorgung mit dieser Regelung wählen. Der AVR sorgt für eine Reduzierung der Eingangsspannungsschwankungen innerhalb von ±2 % über den gesamten Leistungsbereich.
Zweitakt- oder Viertaktmotor?
Auch der Motortyp ist ein wichtiger Aspekt beim Kauf eines Stromerzeugers. Zweitakt- und Viertaktmotoren haben spezifische Eigenschaften, Vor- und Nachteile.
4-Takt-Motor Der Vorteil eines 4-Takt-Motors ist in erster Linie der geringere Geräuschpegel
des Motors unter Last und ein insgesamt feinerer Betrieb. Ein ausgeklügelteres Verbrennungssystem verringert auch den Verbrauch und die Rauchentwicklung, so dass der Betrieb des Kraftwerks nicht unbedingt mit einer rauchigen Umgebung verbunden ist. Die Nachteile sind die geringere Leistung bei gleicher Kapazität eines Zweitaktmotors und die komplexere Konstruktion des Aggregats, was sich in den Kosten für Reparaturen und Wartung niederschlägt.
Der Vorteil des 2-Takt-Motors ist zweifellos die höhere Leistung, die sich aus der Konstruktion des Motors selbst ergibt. Im Vergleich zu einem 4-Takt-Motor ist die Konstruktion wesentlich einfacher, da es keine Ventile oder Krümmer gibt. Diese Einfachheit führt jedoch zu einem höheren Geräusch- und Rauchpegel und einem höheren Kraftstoffverbrauch. Der Vorteil ist ein relativ geringer Wartungsaufwand, wobei jedoch nicht vergessen werden darf, dass eine zusätzliche Schmierung in Form von Benzin mit Öl im vorgeschriebenen Verhältnis erforderlich ist.



